Keep Cool Online - das Online-Planspiel zum Klimawandel

Keep Cool Online - das Online-Planspiel zum Klimawandel

Keep Cool Online eignet sich hervorragend als Einstieg in den Themenkomplex Klimawandel. Während für das eigentliche Spiel keinerlei Vorkenntnisse erforderlich sind, bietet es doch zahlreiche Anregungen zur vertiefenden Behandlung ausgewählter Themen. Bei Keep Cool Online übernehmen die 3 bis 6 Spieler – oder Spielgruppen – die Rollen von Ländergruppen in der Welt:

  • ­USA und Partner
  • ­Europa
  • Ehemalige Sowjetunion
  • OPEC (Organisation der erdölexportierenden Länder)
  • Schwellenländer
  • Entwicklungsländer

Jede Ländergruppe hat ein „wirtschaftliches Ziel“, das darin besteht, eine bestimmte Anzahl Fabriken aufzubauen, um sein Wirtschaftswachstum zu sichern. Dieses wirtschaftliche Ziel ist allen Spielern bekannt. Gleichzeitig hat jeder Spieler für seine Ländergruppe ein „politisches Ziel“. Die politischen Ziele der Spieler können – wie auch in der Realität – stark voneinander abweichen oder sich sogar zuwider laufen. Kein Spieler kennt die politischen Ziele seiner Mitspieler. Sobald ein Spieler sowohl das wirtschaftliche, als auch das politische Ziel erreicht hat, gewinnt er sofort.

Das wirtschaftliche Ziel erreicht jeder Spieler durchaus allein, indem er das Geld, das seine Fabriken erwirtschaften, in den Bau neuer Fabriken investiert. Das politische Ziel hingegen erreichen die Spieler nur in Zusammenarbeit mit anderen. Das bedeutet, dass neben der Entwicklung einer eigenen Gewinnstrategie ein hohes Maß an Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft notwendig ist.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Treibhausgasemissionen der (klimaschädlichen) Fabriken immer dramatischere Klimafolgen verursachen. Die Konsequenz sind häufigere und stärkere Katastrophen, deren Schäden bezahlt werden müssen und damit nicht nur finanzielle Mittel für den wirtschaftlichen Aufbau binden, sondern oft genug das Erreichte wieder zunichte machen.

Eine Möglichkeit hier sind Anpassungsmaßnahmen – im Spiel „Schutzstufen“ –, welche die Katastrophenschäden zumindest verringern. Eine andere Möglichkeit sind „grüne“ Fabriken, die im Gegensatz zu den „schwarzen“ CO2-emittierenden Fabriken klimaneutral produzieren. Grüne Fabriken sind aber erheblich teurer und verlangsamen damit den wirtschaftlichen Aufbau. Allerdings können die Spieler allein oder gemeinsam Forschung betreiben und so die Baukosten klimaneutraler Fabriken senken.

Welche Strategien die Spieler verfolgen, bleibt weitgehend ihnen überlassen. Das Spiel gibt keinen optimalen Weg vor. In jedem Fall muss aber die Veränderung des Klimas im Auge behalten werden – denn kein wirtschaftliches oder politisches Ziel ist mehr etwas wert, wenn der Klimawandel aus den Fugen gerät. Zwar können einzelne Spieler Keep Cool Online gewinnen, aber es können durchaus alle Spieler gemeinsam verlieren, wenn das Karbometer das Ende des roten Bereichs erreicht hat.

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