Material zur Atomkraft für Primar-und Orientierungsstufe

Material zur Atomkraft für Primar-und Orientierungsstufe

Österreich ist von zahlreichen grenznahen Atomkraftwerken umgeben. Auch wenn der schwere Unfall im  Kernkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 schon bei vielen in Vergessenheit geraten ist, kann man leider nicht ausschließen, dass sich ein ähnliches Ereignis in Europa wiederholt und Österreich stärker betroffen ist als 1986. Auch kommen durch den weltweit zunehmenden Terrorismus neue Risiken für eine Verstrahlung hinzu.

Sollte es notwendig sein, entsprechende Notfall-Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu treffen, werden auch unsere Kinder davon betroffen sein. In der Regel werden sie dann nicht verstehen, worum es geht, und wozu bestimmte Maßnahmen dienen sollen. Das erzeugt Angst und möglicher Weise auch Widerstände, die man durch eine kindgerechte Erklärung der Situation vermindern kann. Das Verstehen einer Situation kann Ängste deutlich reduzieren.

Die physikalischen und chemischen Grundlagen zum Verständnis von Radioaktivität und Strahlenschutz sind komplex und werden deshalb normaler Weise frühestens ab der siebenten Schulstufe im Unterricht vermittelt. Es gibt bislang kaum Materialien, um auch jüngere Kinder in das Thema Strahlenschutz einzuführen, um im Notfall auf einer Wissensbasis aufbauen zu können.

Die „Reise zu den Atomen“ mit dem kleinen sympathischen Atömchen soll nun die Möglichkeit bieten, auch Kindern zwischen 9 und 12 Jahren etwas über die Nutzung der Atomenergie, über Radioaktivität und Strahlenschutz zu erklären.

Das als pdf-Dokument angebotene Material kann im Unterricht als Grundlage für eine Projektarbeit zum Thema dienen. Die Webpage soll auch Kinder ansprechen, die selbstständig im Internet surfen und sich informieren wollen. Eine schrittweise Ergänzung durch interaktive Elemente ist geplant.

LehrerInnen haben auch die Möglichkeit, die Helfer Wiens zu kontaktieren und in die Klasse einzuladen, um das Thema mittels Auszügen aus dem Atömchen-Text zu vermitteln oder eine umfassendere Projektarbeit durch einen Besuch zu unterstützen.

Die Materialien zum Atömchen wurden im Rahmen der Interreg-Projektes DIRECT zwischen den Regionen Wien und Bratislava hergestellt.  DIRECT ist ein Kooperationsprojekt von der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, der Wiener Umweltanwaltschaft (WUA), den Helfern Wiens sowie der slowakischen Organisation für Umweltmonitoring (OMP), welches in Zusammenarbeit und mit Unterstützung weiterer Institutionen (Wiener Stadtschulrat, Niederösterreichische Landesregierung, AUVA u.a.) durchgeführt wurde.

DIRECT steht für Development of an Information platform regarding Radiology for Experience and Communication Transfer.

DIRECT wurde vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) – einer EU-Gemeinschaftsinitiative – gefördert, welche grenzüberschreitende Kooperationen mit den Beitrittskandidaten unterstützt. Das Projekt wurde im Zeitraum von Oktober 2002 bis Dezember 2004 durchgeführt.

 

Weiter Informationen zum Gesamtprojekt, welches auch Schulpartnerschaften zwischen Wien und Bratislava umfasste, finden sie unter: www.magwien.gv.at/wua/direct/index.htm

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