Sammlung von Internetressourcen zu allen Teilbereichen des Bildungswesens
Das Projekt www.edutags.de entwickelt und untersucht Möglichkeiten von Social-Bookmarking und Social-Tagging im Rahmen des Deutschen Bildungsserver.
Der Deutsche Bildungsserver stellt eine redaktionell gepflegte Sammlung von Internetressourcen zu allen Teilbereichen des Bildungswesens zur Verfügung. Die redaktionelle Betreuung der Inhaltsbereiche stellt zwar einerseits die hohe Qualität der ausgewählten Inhalte sicher, andererseits kann angesichts der kontinuierlich wachsenden Informationsmengen lediglich ein Teil der relevanten Ressourcen auf diese Weise ausgewertet und im Portal verfügbar gemacht werden.
Gleichzeitig stehen Lehrerinnen und Lehrer zunehmend vor der Aufgabe, Internetressourcen für ihren eigenen Unterricht zu recherchieren und dabei einem wachsenden Angebot Herr zu werden. Dabei unterstützt es die Arbeit der Lehrkräfte, wenn sie nicht nur jeweils individuell gefundene Ressourcen archivieren können, sondern wenn sie von den Ergebnissen von Kollegen profitieren und ihre eigenen Materialiensammlungen in interaktiver Form in den fachlichen Diskurs einbringen können. Diesen Austausch unter Fachkolleginnen und -kollegen gilt es durch ein interaktives, die Potenziale von Internet und Social Software nutzendes Online-Angebot zu unterstützen.
Im Rahmen des Projekts soll ein Werkzeug entwickelt werden, welches es Lehrkräften erlaubt,
- Lesezeichen online zu verwalten und zu organisieren;
- diese mit Gruppen anderer Nutzer/innen zu teilen und/oder der Gesamtheit der Nutzer/innen zur Verfügung zu stellen;
- eigene Inhalte über standardisierte Formate (z.B. RSS-Newsfeeds) in das System einzuspeisen;
- eigene Inhalte über die Verwaltung eines personalisierten Arbeitsbereiches in das System einzuspeisen.
Schnittstellen sollen es ermöglichen, das Werkzeug in Schulhomepages, Angebote lokaler pädagogischer Dienstleister und von Landesbildungsservern zu integrieren sowie Ergebnislisten in unterschiedlichen Formaten bereitzustellen und in extern verfügbare Lernplattformen zu integrieren. Von den Nutzenden freigegebene Ergebnisse sollen in einem gesonderten Bereich des DBS fokussiert und über die von den Nutzenden vergebenen Tags sortiert werden.
Hierdurch entsteht eine idealtypische Web 2.0-Anwendung im Sinne einer durch die Nutzenden geschaffenen fachlichen Folksonomy. Das Tagging wird systemseitig durch Tag-Vorschläge unterstützt, die sich aus den bereits vergebenen Tags, aber auch aus einer vom System vorgegebenen Taxonomie verwandter Begrifflichkeiten speisen. Nach einer redaktionellen Prüfung der eingestellten Ressourcen können diese in den redaktionellen Bereich des Bildungsservers übernommen werden. Die Kombination aus Folksonomy und Taxonomie wird nicht nur die Integration der Nutzerdaten in den DBS, sondern auch die Spiegelung der DBS-Ressourcen (und anderer wie z.B. ELIXIER) in den neuen Bereich erleichtern. Das Werkzeug wird im Rahmen des Projektes mit mehreren Schulen erprobt.

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