Bayern auf dem Weg zur Mittelschule
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Bayerische Mittelschule greift die Stärken der Hauptschule auf und betont sie. Sie erweitert das Bildungsangebot sowohl für besonders gute als auch für schwächere Schülerinnen und Schüler. Die Hauptschule kann zur Bayerischen Mittelschule werden, wenn sie mindestens folgende Bildungsangebote aufweist:
- die drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft, Soziales,
- ein Ganztagsangebot,
- ein Angebot, das zum mittleren Schulabschluss führt.
Darüber hinaus hält die Mittelschule bereit:
- ausgestaltete Kooperationen mit einer Berufsschule, der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsagentur, sowie
- eine individuelle/modulare Förderung der Schüler im Klassenverband unter Beibehaltung des Klassenlehrerprinzips.
Es hört sich wirklich gut an, was das Bildungsministerium in Bayern für das Schuljahr 2010/11 plant. Informationen hierzu sind als Flyer oder als Powerpoint – Präsentation auf der Seite des Ministeriums erhältlich.
Grundsätzlich fällt auf, dass auch im schulischen Vorzeigeland Bayern die Hauptschule Probleme hat: Die Akzeptanz in der Bevölkerung sinkt, was auch seinen Niederschlag in den Anmeldungen findet. Insofern ist jedes Bundesland zum Handeln aufgefordert. Was ist die neue „Mittelschule“ eigentlich? So werden Eltern fragen. Die Antwort wird in Kurzform lauten: Die „alte“ Hauptschule! Schafft man dadurch das Stigma ab? Letztlich muss man die weitere Entwicklung abwarten und im bundesweiten Vergleich sehen, welche Landesregierung mit ihrem Schulkonzept für hauptschulempfohlene Kinder den größten Erfolg landet. Denn Fakt ist, alle Bundesländer sehen die Hauptschule bzw. deren Schülerschaft als dringliches und problematisches Handlungsfeld an.
Ihr
Gernot Herz
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
Kommentieren Sie jetzt diesen Artikel