Das neue Schuljahr beginnt... mit Veränderungen?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem die beiden „Sachsens“ und Thüringen bereits in dieser Woche das Ende der Schulferien bedauert haben, beginnt nun auch für mich und die Lehrerschaft aus Rheinland- Pfalz, Hessen und dem Saarland das neue Schuljahr. Ehrlich gesagt, sechs Wochen Ferien sind schon unschlagbar, wenn man nur so viel verdiente, dass man komplett vereisen könnte! Aber nach sechs Wochen ist es auch gut, dass es weiter geht. Und wie jedes Jahr schwingt die bange Frage mit, was der Dienstherr, nämlich das Schulministerium an neuen Plänen auf den Tisch bringt, die verhindern, dass man mal in aller Ruhe das eigentliche Kerngeschäft des Lehrerdaseins betreiben kann: den Unterricht.

Ruhe vor dem Aktionismus haben sicher diejenigen, die nicht eine Landtagswahl im vergangenen Jahr gehabt haben. Besser könnte es sogar denjenigen gehen, in deren Bundesland im kommenden Schuljahr Wahlen stattfinden werden, denn amtierende Regierungen neigen gerade im stark im Fokus stehenden Bildungsbereich zu Wahlgeschenken. Die verschlechtern zumindest nicht die Unterrichtsbedingungen, auch wenn die ersehnten Entlastungen für Kolleginnen und Kollegen wohl nicht auf der Tagesordnung stehen. Aber der demographische Wandel, der schon von der Wirtschaft aufgrund des abzusehenden Fachkräftemangels beklagt wird, muss sich doch irgendwann auch im Schulsystem derart zeigen, dass genug Lehrerinnen und Lehrer für immer weniger Kundschaft vorhanden sind, oder?

Ihr

 

Gernot Herz

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Lutz, 13.08.2010 19:16:
lassen Sie bitte diesen etwas arg direkten Schluss nicht Ihre zuständigen Sparer lesen, die fallen sonst, wenn sie lange genug im Kultusgeschäft gestanden haben/sind, auf die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen 'rein und werden sich auf das Gegenmittel: Wahrscheinlichkeitszeug mit Verstand zu lernen, vermutlich nicht (mehr?) einlassen wollen. schöne Grüße Lutz Schuberth .