Ein neues Zauberwort: "Schulfrieden"

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir halten an unserem Versprechen eines zehnjährigen Schulfriedens für die Schulstruktur aus vierjähriger Grundschule und den beiden weiterführenden Schulen fest, verkündete die SPD aus Hamburg in ihrem Wahlprogramm. Ob das heute, nachdem die Wahl gewonnen wurde, noch Bestand hat, davon darf man ausgehen angesichts der Demonstrationen gegen das letzte Vorhaben gegen den „Schulfrieden“ in Hamburg.

Auch in Rheinland-Pfalz wirbt man dafür, denn CDU und FDP wollen, obwohl in der Opposition, bei einem Wahlsieg das von der SPD geschaffene Schulsystem nicht antasten. „Schulfrieden“, das ist Musik in den Ohren der Lehrerschaft und sicher auch der Eltern, die vor lauter Schulformen gar nicht mehr wissen, was sie bzw. ihre Kinder erwartet. Aber „Schulfrieden“ bedeutet viel mehr als nur das Versprechen, keine neuen Schularten mehr zu schaffen. Es bedeutet eine eindeutige Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte!

Ihr

Gernot Herz

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Wolfgang, 25.02.2011 11:17:
Falsch! Es bedeutet bestenfalls, dass sich die Arbeitsbelastung nicht weiter erhöht, weil neue organisatorische Ideen umgesetzt werden sollen.
Lutz, 25.02.2011 17:12:
Sehr geehrter Herr Herz, die "eindeutige Verbesserung" wird eher im Weiter-So zum Ausdruck kommen: keine Stellenmehrung trotz vermutlich steigender Schüleranzahlen; weiterhin bezahlte oder "ehrenamtliche" HA - Hilfe statt Selbstbildung der (Groß?-)Eltern für die HA und mehr Druck auf die Kinder. Und kein länger-gemeinsam-lernen! Wolfgangs Optimismus teile ich nicht; denn der beste Fall bedeutet auch, dass mehr Lehrer noch leiser (sich, im stillen Kämmerlein) gewünscht werden.