Emails: Gibt es hier auch Etikette?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf der Seite www.guterunterricht.de bin ich auf einige Tipps gestoßen, wie Emails zu schreiben sind. Unter der Überschrift „Kommunikette“ werden hier sieben verschiedene Tipps gegeben, was man beim Schreiben von Emails beachten sollte. Der Bereich Email – Verkehr gehört meines Erachtens zu den unverzichtbaren Bestandteilen einer modernen Medienerziehung. Also sollten auch wir dieses Thema bei unseren Schülerinnen und Schülern thematisieren, denn auch sie werden, wenn nicht schon jetzt, auch in ihrer beruflichen Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach mit dieser Thematik konfrontiert werden.

Ob man alle Tipps auf der oben angesprochenen Seite so stehen lassen kann, ist sicher diskussionswürdig und ob der erste Tipp der wichtigste ist, sei einmal dahingestellt. Aber wir alle haben uns sicher schon darüber geärgert, dass die Beantwortung einer von uns verschickten Email so lange dauert bzw. gehörten auch schon zu denjenigen, die eine Antwort auf eine Email hinauszögern. Dazu schreibt  Thomas Unruh, der Autor der „Kommunikette“ zu Recht:
„E-Mails werden sofort beantwortet! Dazu gibt es den „Antwort“-Knopf in allen Mail-Programmen. Wenn man länger als zwei Tage auf Antwort warten muss, kann man besser einen Brief schreiben.“

Anderer Meinung bin ich allerdings, was die Regel angehet, dass „Antworten auf Antworten auf Antworten usw. .. E-Mails unendlich lang und unübersichtlich (machen)“, denn manchmal weiß man vor lauter Emailverkehr nicht mehr, was vorher zu diesem Thema geschrieben wurde und hat so ein praktisches Archiv, sollte ein Email – Gespräch wirklich einmal hin und her gehen.

Einig sind wir uns sicher alle, dass jede Email ein „Betreff“ beinhalten sollte. Widersprechen muss man allerdings auch hier wieder einer der Regeln (siehe oben), wonach „AW:AW:AW:Deine Anfrage" .. keinen Sinn (macht)“.
Regel 4 besagt: „Mindestens einmal täglich die Mailbox checken!“ Das versteht sich von selbst und entspricht Regel 1.

Die folgenden Regeln befassen sich mit übergroßen Dateianhängen, was angesichts der immer größeren Verbreitung von Highspeed – Verbindungen kein Thema sein sollte. Unterstreichen möchte ich allerdings wiederum die letzte Regel, wonach Rechtschreibung und Groß- bzw. Kleinschreibung keineswegs außer Kraft gesetzt werden sollten!

Ihr

 

Gernot Herz

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Carola, 24.10.2008 10:26:
Sehr geehrter Herr Herz, Sie haben Recht, Groß- und Kleinschreibung sollten in E-Mails nicht außer Kraft gesetzt werden. Laut Duden schreibt man das Wort E-Mail allerdings folgendermaßen: E-Mail. Mit freundlichen Grüßen Carola Vonhof-Stolz
Willfried, 16.04.2009 11:02:
Hochinteressant! Für einen modernen Deutschunterricht eigentlich unerlässlich. Leider vielen, viel zu vielen Deutschlehrern nicht bekannt, genauso wie DIN 5008.