Gesamtschulen sind eine Konstante im Bildungssystem
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
im Jahr 2010 wurden 25,0 % der Viertklässler in Nordrhein - Westfalen an einer Gesamtschule angemeldet. Seit dem Jahr 2000 ist die Quote von 19,8 % um mehr als ein Viertel gestiegen. Da es aber immer noch zu wenige Gesamtschulplätze in NRW gibt, müssen auch in diesem Jahr trotz zurückgehender Schülerzahlen wieder 14.000 Kinder abgelehnt werden. Und immer noch gibt es Landkreise, in denen keine Gesamtschule angeboten wird. Wo es eine Gesamtschule gibt ist sie attraktiv, und es werden in der Regel weit mehr Kinder als die landesdurchschnittlichen 25 % angemeldet.
Die Gesamtschulen melden einen landesweiten Anmeldeboom auch für ihre gymnasialen Oberstufen. Die Attraktivität der Gesamtschuloberstufe ist in einem Maße gestiegen, dass an vielen Orten mehr als die Hälfte der externen Anmeldungen nicht berücksichtigt werden können. Viele Schülerinnen und Schüler mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe müssen auf Grund fehlender Plätze abgelehnt werden. Das meldete der Landeselternbeirat für Gesamtschulen in einer Pressemitteilung.
Naturgemäß scheiden sich an der Gesamtschule die Geister. In derselben Pressemitteilung wird auch moniert, dass politisch gegen die Neueinrichtung vorgegangen wird, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Fakt ist allerdings, dass die Gesamtschule eine Alternative zur Hauptschule darstellt, so sehen es vor allem die Eltern. Den Befürwortern der Dreigliedrigkeit ist sie eher ein Dorn im Auge, gilt sie doch als ideologisch behaftet und die Hochschulreife als qualitativ minderwertiger als die eines Gymnasiums. Fakt ist auch, dass trotz der Dreigliedrigkeit, die es ja nach wie vor de facto beispielsweise in NRW oder RLP gibt, die Gesamtschulen von Eltern und Gemeinden gewünscht und weiter errichtet werden.
Ihr
Gernot Herz
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