Gibt es tatsächlich Konvergenzen in der Schulpolitik?
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der Parteivorstand einer Partei, die in dem betreffenden Bundesland in der Opposition ist, hat ein Schulstrukturkonzept vorgelegt, dessen Kernpunkte nach eigenen Angaben die folgenden sind:
- Jedes Kind hat Anspruch auf eine wohnortnahe, weiterführende Schule. Nicht die Schule oder die Schulform, sondern das Kind steht im Mittelpunkt.
- Verbundschulen – bestehend aus jeweils einem Haupt- und Realschulangebot – sollen künftig bereits zweizügig (statt bisher dreizügig) möglich sein, das trägt insbesondere der demografischen Entwicklung sowie den Bedürfnissen des ländlichen Raums Rechnung.
- Gymnasien und Realschulen sollen auch bei zurückgehender Schülerzahl in einer für jede Schülerin und jeden Schüler zumutbaren Entfernung erhalten werden.
- Vor dem ersten Grundschuljahr soll es ein verpflichtendes, beitragsfreies Lernjahr geben. Frühes Lernen hat nachweisbare Erfolge, insbesondere um Erziehungs-, Lern- und Sprachdefizite auszugleichen.
- Das Ganztagsangebot soll bedarfsgerecht ausgebaut werden. Eltern und Schüler sollen eine Wahlfreiheit haben, ob sie eine Halbtags- oder eine Ganztagsschule wünschen.
Nach meiner Meinung geht die Partei einen Schritt auf die dortige Regierungskoalition zu. Überhaupt scheinen die Unterschiede, Bayern einmal ausgenommen, zwischen den großen Parteien und deren möglichen Koalitionspartnern immer geringer zu werden, was allen an der Bildung Beteiligten, Schülern, Lehrern und Eltern eigentlich nur gefallen kann. Die Zeit der Rumexperimentiererei scheint vorbei zu sein und der Pragmatismus hält Einzug. Ach so, welche Partei hinter den oben genannten Punkte steckt, können Sie hier herausfinden! Hätten Sie es gewusst?
Ihr
Gernot Herz
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
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