Stichwörter: Erdbeben, Spenden, Medien.

Hilfe für ein geschundenes Land!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf allen Titelseiten der Tageszeitungen, in allen Nachrichtensendungen der Fernseh- und Rundfunkanstalten sowie auf den Startseiten der Internetportale hat sich zwangsläufig ein Ereignis platziert, dass schrecklich und bedrückend zugleich ist: die Erdbebenkatstrophe in Haiti. Es ist nicht lange her, dass an die Tsunami - Katastrophe in Südostasien vor gut fünf Jahren erinnert wurde. Sicher, zu Thailand haben die Menschen in Westeuropa eher einen Bezug, da es für viele ein Urlaubsparadies darstellt, das sie selbst besucht haben. Wäre der andere Teil der Karibik - Insel Hispaniola, die Dominikanische Republik, betroffen gewesen, wäre sicher die persönliche Betroffenheit größer gewesen. Aber Haiti, das sicher auch ein Paradies wäre, hätte nicht die Geschichte der Entwicklung des Landes ständig Steine in den Weg gelegt, benötigt die Hilfe der wohlhabenden Länder umso mehr. Das Land belegt nach dem Human Development Index der Uno Platz 149 (Thailand 87, Dominikanische Republik 90), hat ein BIP pro Kopf vom 791 US - Dollar (Deutschland 44000) und zählt somit zu den ärmsten Ländern der Welt.

Worauf ich hinaus will? Haiti benötigt dringend die Hilfe der westlichen Welt.  Der Wiederaufbau ist nicht mit den gängigen Mitteln der Entwicklungshilfe zu bestreiten, sondern benötigt zusätzliche Unterstützung. Thematisieren Sie das in der Schule, denn auch Ihre Schülerinnen und Schüler haben die Katastrophe auf irgendeine Art und Weise mitbekommen. Ich kann mich erinnern, dass die Erdbebenkatastrophe in Pakistan 2005 eine Welle der Hilfsbereitschaft gerade in Schulen ausgelöst hat. Animieren Sie Ihre Klassen zu Spenden, gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, mit der Bestürzung umzugehen bzw. aus der objektiven auch eine subjektive Betroffenheit zu machen.

Ihr

Gernot Herz

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