Hürden für die Arbeit mit den neuen Medien
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mit neuen Medien im Unterricht zu arbeiten wird vielerorts gefordert und auch die Bandbreite an unterstützenden Angeboten ist sehr groß, wie Sie sicherlich nicht nur unter www.teachpapers.de festgestellt haben. Allerdings soll der Weg auch zur Nutzung auf der Basis des Web 2.0 führen, was bedeutet, dass Lernplattformen mehr und mehr Bestandteil des Angebots und der unterrichtlichen Nutzung werden sollen. Hier können Schüler problemlos interaktive Aufgabenstellungen mit integrierter Rückmelde- und/oder Kontrollfunktion nutzen und die Lehrperson kann mit Hilfe der Administratorfunktion die Arbeit der Lerngruppe begleiten, kontrollieren oder unterstützen. Nicht nur selbstständiges und individuelles Arbeiten wird so ermöglicht. Auch Kommunikation und Meinungsbildungsmöglichkeiten können so Teil des Unterrichts nahezu aller Fächer werden.
Aber geht das wirklich problemlos? Hört man sich einmal bei Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulen um, so bekommt man oft genug Rückmeldungen, die eher Ernüchterung denn Aufbruch signalisieren: Entweder fühlen sich die Kollegen überfordert mit den neuen Medien zu arbeiten und fürchten die vermeintliche höhere Kompetenz der Schülerschaft, an anderen Schulen sind die PC – Räume durch Wahlpflichtgruppen aus dem EDV- oder ITG-Bereich fast rund um die Uhr besetzt oder die Internetverbindung der Schule ist so langsam, dass ein effektives Arbeiten auf den Lernplattformen zur Geduldsprobe wird. Nicht selten tauchen auch andere technische Probleme auf, weil die eigentlich zuständige Lehrperson nicht ein ausreichendes Deputat für die Betreuung und Wartung des Schulnetzwerkes erhält. Um den Weg zur intensiveren Nutzung der neuen Medien weiter zu gehen, sind also noch viele Anstrengungen nötig.
Ihr
Gernot Herz
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
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