Ist das das Ende des klassischen Schulbuchs?
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
offensichtlich baut Südkorea seine führende Position im internationalen Bildungsvergleich noch mehr aus, wenn man Presseberichten glauben darf.
Das zuständige Ministerium hat beschlossen, Lehrbücher und Unterrichtsmaterialien aller Schulen, von der Grundschule bis zur Oberstufe als digitale Unterrichtsmittel zur Verfügung zu stellen. Das soll bis 2015 geschehen und beinhaltet auch die Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler mit Tablets und die Einführung von Online-Klassenzimmern. (Quelle: Der Standard)
Schöne, neue Welt? Immerhin ist erstaunlich, welche Schritte scheinbar durchführbar sind, wenn man es im Bildungsbereich wirklich ernst meint. Auch in Deutschland wird darüber fantasiert, dass so, wie es Südkorea für die Gegenwart plant, die Zukunft der Schule in Deutschland einmal aussehen könnte. Womöglich sieht sie einmal so aus. Aber ist es wirklich vorstellbar, dass Handschrift, Hefte und Bücher komplett aus dem schulischen Leben verschwinden? Das wäre meines Erachtens ein verengter Blick auf die Vielschichtigkeit menschlicher Entwicklung. Immerhin hat die weitgehende elektronische Speicherung von Texten nicht zu einem Rückgang des Papierverbrauchs beigetragen.
Ihr
Gernot Herz
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
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