Kein Abschied vom Bildungsföderalismus

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Anfang des Monats hat das ZIB seine Arbeit aufgenommen. Das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) mit Sitz in München, das am 14.10.2010 gegründet wurde, ist eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung aller 16 Länder und der Bundesrepublik Deutschland. Zunächst befristet bis Ende 2016 wird das ZIB mit Beginn des Jahres 2011 als Verbund der Technischen Universität München (TUM), des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) die Durchführung der PISA-Studien in Deutschland sowie daran angelehnte Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung verantworten.

Das ZIB nimmt unter anderem folgende Aufgaben wahr:

  • das nationale Projektmanagement für die Durchführung der PISA-Studien (2012, 2015) einschließlich der Erstellung nationaler Berichte,
  • die Sicherstellung und Koordinierung kontinuierlicher Mitarbeit in internationalen wissenschaftlichen Gremien zu internationalen Bildungsvergleichsstudien (Large Scale Assessments),
  • Forschung und Nachwuchsförderung im Bereich Educational Measurement und Large Scale Assessments zur Weiterentwicklung von Erhebungskonzeptionen, Untersuchungsformen, Testmethoden und Auswertungsverfahren für internationale Bildungsvergleiche.

Alle, die gegen den Bildungsföderalismus wettern, werden sicher Morgenluft schnuppern, aber tatsächlich zeichnet sich kein Ende dieser deutschen Eigenheit ab. Das föderale, gegliederte Schulsystem ist ebenso wie die Ablehnung eines allgemeinen Tempolimits auf Autobahnen eine deutsche Spezialität, deren Ende auch den Untergang der Kultur- und Wirtschaftsnation bedeuten würde.

 

Ihr

 

Gernot Herz

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