Kopftuchstreit - ein Dauerthema?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit dem „Kopftuch-Urteil" des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2003 haben acht Bundesländer muslimischen Lehrerinnen das Tragen des Kopftuchs in der Schule gesetzlich verboten. In Rheinland-Pfalz kommt das Thema nicht zum ersten Mal auf und der Streit zwischen CDU und SPD entzündet sich an einem aktuellen Fall am Speyer - Kolleg, wo acht der erwachsenen Schüler aus Protest gegen das Kopftuch dem Unterricht ihrer Lehrerin fernblieben. Diese war kurzfristig dort angestellt worden, nachdem sie an einem Wormser Gymnasium wegen Protesten eines Teils der Eltern nicht anfangen konnte.

Dieses Thema wird immer wieder aufkeimen und der Fall entzündet sich immer wieder an Einzelfällen. Laut der Rhein - Zeitung aus Koblenz vom 7.2.09 gibt es gegenwärtig in Rheinland - Pfalz drei Lehrerinnen, die im Unterricht ein Kopftuch tragen. Ich persönlich hätte es als Schüler auch sehr eigenartig gefunden, eine Lehrerin mit Kopftuch zu haben, jedoch muss man meines Erachtens die Sache ganz nüchtern sehen: Hält sich die Lehrerin an das Grundgesetz? Hält sie sich an das Schulgesetz? Hält sie sich an den Lehrplan? Das ist es doch, was im Hintergrund mitschwingt: Es wird unterstellt, dass diese Frauen unterdrückt und ihrer Persönlichkeitsrechte beraubt sind, dies zur Schau tragen und womöglich Schülerinnen und Schüler infiltrieren.

Das Grundgesetz garantiert die Religionsfreiheit und die Freiheit der Berufsausübung. Will man also eine Frau gegen den Geist des Grundgesetzes bevormunden, ausgrenzen oder umerziehen? Ein Blick ins Verfassungsurteil von 2003 hilft. Zum Streit um den religiösen oder vielleicht doch politischen Symbolgehalt des Kopftuchs steht dort sinngemäß: Das Kopftuch habe die Bedeutung, die Betrachter darin sehen. Dem ist hinzuzufügen: Und es bedeutet das, was seine Trägerin ihm zumisst. Eine Muslimin, die es in Deutschland in den Lehrberuf geschafft hat, ist nicht unterdrückt, sie ist integriert. Sie könnte auch leichter Zugang zu konservativen muslimischen Eltern finden und Vorbild für muslimische Mädchen sein. Auch das ist im Sinne von Integration. Es wäre sicher bequemer für manche Lehrer, Schüler, Eltern und Schulleiter, im Zweifelsfall stumm auf ein Gesetz zu deuten. Die Chance zum Gespräch wäre allerdings im Sinne einer demokratischen Erziehung vertan. 

Ihr

 

Gernot Herz

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Claudia, 05.05.2010 00:56:
....all jene, die von "Toleranz" im Zusammenhang des islamischen Glaubens sprechen, rate ich dringend, sich einmal die gesellschaftlichen "Regeln" im Zusammenleben, in verschiedenen muslimischen Ländern anzusehen! Alle Spielregeln von Terror und körperlichen Gewalt, inkl. Steinigung, Abtrennung von Gliedmassen bei leichtestem Diebstahl (nämlich Obst von einem hungrigen Kind usw.) und überwiegend an Lebensvorstellungen festhaltend, die Jahrhunderte zurückliegen, werden erkennbar sein. Es werden jetzt all jene aufheulen, auf die dies nicht zutrifft – das ist aber die Minderheit. Die Mehrheit, der meist ungebildeten, archaisch denkenden und handelnden muslimischen Migranten, kommen deshalb nach Europa (bzw. gehen nicht in Ihre Länder zurück) weil es sich bei uns sehr gut leben lässt (Stichwort: Sozialhilfen, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur). Sie denken nicht im Traum daran, sich zu integrieren – wozu denn auch. Sie sorgen für genügend Nachwuchs, wir sorgen dafür, dass sie sich weiterhin niederlassen und wohl fühlen können…..und jeder Schüler kann sich ausrechnen, wie lange es dauern wird, bis der „Anatolische Bauer“ uns anheim stellt: „Wenn uns dies oder jenes nicht passt, können wir ja auswandern!“ Tja, und all dies (und noch mehr!) kann man auch in ein Kopftuch hinein interpretieren – und deshalb will ich keine Konfrontation mit äußerlichen Merkmalen des Islams. Es gäbe noch einiges darüber auszusagen (Gleichstellung der Frau etc.) – ich hoffe jedenfalls sehr, dass sich unsere Politiker ENDLICH dieser, zugegeben heiklen Aufgabe annehmen, bevor es wirklich zu spät ist und wir keine Heimat mehr unser eigen nennen können.