Laptops in Bruchbuden: Schavan fordert Technik für alle
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Bildungsministerin Annette Schavan hat angeregt, künftig jedem Schüler einen Laptop zur Verfügung stellen. Der tragbare Computer solle als Arbeitsmittel in der Schule eingesetzt werden, damit ein kluger und kritischer Umgang mit Internet und Technik erlernt werden kann. Finanzierungsmodelle dafür müssen laut Schavan noch gefunden werden. Die Ministerin mahnte in einem Artikel des Magazins „Cicero“
- für die Ausbildung und Weiterbildung der Lehrer müsse mehr Geld aufgebracht werden und
- auch bei den Pädagogen müsse Leistung belohnt werden.
Wer würde das nicht unterschreiben? Laptops für jeden Schüler wären sicher eine tolle Möglichkeit, im Unterricht nicht nur einen kritischen Umgang zu lernen, wie es gefordert wird, sondern die ganzen Möglichkeiten, die das Internet in Bezug auf Informationen, Unterrichtsmaterialien, Übungen und Simulationen anbietet, unproblematischer für den Unterricht zu nutzen. Allerdings bleibt die Frage, ob angesichts des immensen Sanierungsbedarfs an deutschen Schulen, auch das Konjunkturpaket II wird hier nicht mehr als Kosmetik bieten, „Laptops in Bruchbuden“ der richtige Ansatz sind. Wie manche Schulen, insbesondere in Großstädten aussehen, würde so manchen Arbeitnehmer, respektive die Gewerkschaften auf die Barrikaden bringen, handelte es sich hierbei um reguläre Arbeitsplätze.
Zur Belohnung der Leistung von Kolleginnen und Kollegen bleibt zu sagen, dass in Rheinland - Pfalz vor einigen Jahren das Modell, am Ende des Schuljahres eine Kollegin oder einen Kollegen einer Schule für besondere Leistungen mit einer Prämie zu belohnen, aus unerfindlichen Gründen nach zwei Jahren eingestellt wurde.
Ihr
Gernot Herz
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
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