Lohnerhöhung und zerplatzte Träume
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die jüngsten Tariferhöhungen bringen eine Lohnerhöhung für die Lehrerinnen und Lehrer. Wer hätte angesichts der unbestreitbar knappen Kassen überhaupt mit einer Erhöhung gerechnet? Allerdings muss man auch anmerken, dass man diejenigen Landesfinanzminister, die angesichts der Kenntnis bevorstehender Tarifgespräche nicht eine Gehaltserhöhung im Etatentwurf – egal in welcher Höhe – einkalkuliert haben, für fahrlässig halten. Zum Glück sind wir noch nicht dort angelangt, wo andere (wohlhabende) Staaten schon sind: bei Lohnkürzungen.
Nicht außer acht darf man aber lassen, dass von Lohngerechtigkeit noch nicht die Rede sein kann. Darauf weist auch der VBE – Bundesverband in Person seines Bundesvorsitzenden Udo Beckmann hin: Der Einstieg in eine tarifliche Eingruppierung der tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen ist nicht gelöst und bleibt für den VBE weiterhin ganz oben auf der Agenda. Die bisherige Praxis, Lehrkräfte nach Gutsherrenart auszuzahlen, gehört in die Mülltonne der Geschichte. Um das zu ändern, sind in den vergangenen Tagen Zehntausende Lehrkräfte auf die Straße gegangen und haben Druck gemacht. Die Lehrerinnen und Lehrer sind mit Abstand die größte Gruppe gewesen, die für die Forderungen in den Warnstreik getreten sind...In unserem Beruf brauchen wir die Besten der Besten. Ob wir sie bekommen, hängt von der gesellschaftlichen Wertschätzung unserer Arbeit ab und von der finanziellen Attraktivität im Vergleich zu anderen Berufen.
Recht hat er, aber auf gerechte Einruppierungen werden die Kolleginnen und Kollegen und mit ihnen der VBE leider vergeblich warten.
Ihr
Gernot Herz
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
Kommentieren Sie jetzt diesen Artikel