Merchandising-Event Schule: Lösung des Finanzierungsstaus?
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
„Diese Folie wurde euch präsentiert von...“ oder „Wir bedanken uns bei ... für die Lektüre“ könnte ein probates Mittel in Zeiten der Wirtschaftskrise sein. Nein, nicht im Fußballstadion sondern an Schulen. Es geht hier um Werbung in Schulen, wobei Firmen konkrete Werbeplätze erhalten und dadurch helfen, bestimmte Dinge zu finanzieren. Wie wäre es mit dem interaktiven Whiteboard von Mc Donald´s oder dem Laptop - Wagen von Coca - Cola. Schulen, die mit neuen Medien unterversorgt sind, könnten so auch ihrer Klientel den Zugang zum Arbeiten mit PC und Co ermöglichen und so den Standortnachteil wett machen. Vorgemacht hat es in einer von der Finanzkrise geschüttelten Highschool in Idaho (USA) der Lehrer Jeb Harrison, der einen Werbevertrag mit der örtlichen Pizzeria unterschrieb: In Wirtschaft und Geschichte prangen ab sofort Werbeanzeigen auf seinen Arbeitsblättern.
Nun kann man sicher das Bildungssystem der USA nicht unbedingt mit unserem vergleichen, aber wenn der vielzitierte Renovierungsstau an deutschen Schulen, der sogar Fernsehsender in die Schulen lockte nicht durch das Konjunkturpaket beseitigt werden kann und die öffentliche Hand am Ende der Wirtschaftskrise vor leeren Kassen sitzt, werden sich Schulen angesichts gestiegener Selbständigkeit Gedanken machen, wie das nächste Schulfest oder die Erneuerung der technischen Ausstattung bezahlt werden kann. Da Schülerinnen und Schüler selbst wie Werbesäulen durch die Gegend laufen und Cola - Automaten in vielen Schulen stehen, würde die zusätzliche Werbung vermutlich noch nicht einmal auffallen.
Ihr
Gernot Herz
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
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