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Nasser Schwamm für Internetportal: Spickmich.de abgestraft?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es gibt das „Unwort des Jahres“, die „Goldene Zitrone“ oder auch den „Nassen Schwamm“. Kennen Sie den? Wer in der Schule von einem Nassen Schwamm getroffen wird, ist meist ein Opfer des Mobbings. Der „Verband Bildung und Erziehung“ hat diesen fragwürdigen Preis ins Leben gerufen, um eher die Mobber zu treffen. So war im letzten Jahr Dieter Bohlen der Preisträger, der bekanntermaßen durch mobbingartige Verbalinjurien die Einschaltquoten hoch hält.

Im Rahmen der diesjährigen Didacta verlieh der VBE den „Nassen Schwamm“ an das Portal „Spickmich“, das sich zur Aufgabe gemacht hat, unter dem Deckmantel der Evaluation Schulen und Lehrkräfte zu bewerten. Nach Aussage des Bundesvorsitzenden Eckinger sieht „Der VBE sieht in dieser Website den lehrerpolitischen Dauer-Tiefschläger des Jahres 2008 ... Das heißt im Klartext, dass jeder mit Leichtigkeit Mitglied und damit Nutzer von „Spickmich“ werden und die Inhalte, speziell die Beurteilungen von Lehrerinnen und Lehrern, gestalten kann. Damit sind Aburteilungen Tür und Tor geöffnet.“

Ob es da nicht andere Internetportale gibt, die sozial gesehen wesentlich fragwürdigere Machenschaften ermöglichen, sei einmal dahingestellt. Wer einmal die Startseite von „Spickmich“ besucht, findet dort eine Seite deren Niveau bzw. Angebot der Boulevardpresse gleicht. Ist das wirklich der ausgemachte Feind aller Lehrerinnen und Lehrer bzw. deren Interessenvertretung? Gibt es bildungspolitisch nicht problematischere Fälle als dieses Portal?

Ähnlich wie der letztjährige Preisträger Dieter Bohlen werden die Macher und User dieses Portals durch die publicityträchtige Verleihung eines solchen „Preises“ in den Augen ihres Klientels wohl eher geadelt denn bestraft.<//font>

Ihr

  

Gernot Herz

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