Ranking zur Bildungsqualität in der Bundesrepublik Deutschland

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Bildungsmonitor, ein Angebot der „Initiative neue soziale Marktwirtschaft“ erstellt ein regelmäßiges Ranking zur Bildungsqualität der einzelnen Bundesländer. Dass der neue Spitzenreiter Sachsen heißt und der ewige Meisterschaftsfavorit Bayern auf Platz vier in diesem Jahr ins Ziel kommt, dürfte durch die Presse schon allen bekannt geworden sein. Aber interessanter ist die Frage, wie sich die einzelnen Bundesländer verbessert bzw. verschlechtert haben. Dieses dynamische Ranking zeigt eher die Arbeit, die in den einzelnen Bundesländern geleistet wird. Auffällig ist dabei, dass die fünf ostdeutschen Bundesländer, trotz größerer Finanzprobleme und geringerem BIP vorne weg preschen. Auch das westliche Sorgenkind Bremen ist mit vorne dabei. Verbesserungen und der Wille dazu hängen also nicht unbedingt mit der Finanzkraft zusammen. Auch parteipolitisch lässt sich das Ergebnis nicht wirklich ausschlachten, denn CDU - geführte Länder sind oben und unten mit dabei.

Was leisten denn die Länder inhaltlich Besonderes in ihrer Bildungspolitik? Darüber gibt der Kurzbericht unter www.insm-bildungsmonitor.de/files/downloads/Bildungsmonitor_2009_Kurzbericht.pdf Aufschluss. Duftmarken hinterlassen hier nämlich nicht alle Bundesländer:

  • Thüringen und Sachsen bleiben die Kaderschmieden für den Nachwuchs in den MINT-Wissenschaften, weisen eine relativ hohe Schulqualität und Erfolge bei der Vermeidung von Bildungsarmut auf und profitieren in den Handlungsfeldern Ausgabenpriorisierung und Betreuungsbedingungen von der demografischen Entwicklung.
  • Baden-Württemberg und Bayern sind nicht nur bei der Bekämpfung von Bildungsarmut und bei der Sicherung der Schulqualität relativ weit fortgeschritten, sondern bieten auch die besten Startchancen für einen erfolgreichen Übergang der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt. Bildung genießt im Ausgabeverhalten der öffentlichen Hand einen hohen Stellenwert. Während Baden-Württemberg bei der Akademisierung zu den Ländern in der Spitzengruppe zählt, bleibt es im Handlungsfeld Integration hinter dem Freistaat deutlich zurück.
  • Die Stadtstaaten Berlin und Bremen weisen die Gemeinsamkeit auf, dass sie als Hochschulstandort attraktiv sind. Während Berlin jedoch deutlich günstigere Betreuungsbedingungen vorzuweisen hat, profitiert Bremen von seinem Gewicht als regionales Wirtschaftszentrum im Handlungsfeld Berufliche Bildung.
  • Die ostdeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg vereint ein weit unterdurchschnittliches Abschneiden im Handlungsfeld Berufliche Bildung. Dagegen ist die Ausbildungsleistung im MINT-Bereich vor allem in Bezug auf den  eigenen Bedarf ansehnlich.

Erkennen Sie Ihr eigenes Bundesland wieder?

Ihr

 

Gernot Herz

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