Sachsens erfolgreicher Kampf gegen das Sitzenbleiben

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

eigene Wege geht das Land Sachsen, um mit hohem Aufwand und ebensolchem Erfolg Schülerinnen und Schülern die Versetzung zu ermöglichen:

Das Lernen in den Winterferien hat sich gelohnt: Von 149 Teilnehmern am Camp+ haben 125 akut abschlussgefährdete Mittelschüler den Sprung in die neunte Klasse geschafft. Das entspricht einer Quote von 84 Prozent. In den vergangenen Jahren lagen die Erfolgsquoten bei 77 bis 80 Prozent. Kultusminister Roland Wöller äußerte sich zufrieden über dieses Ergebnis: "Unser Ziel ist es, die Zahl der Schüler ohne Abschluss weiter zu verringern. Camp+ unterstützt die Schüler während der Winterferien und begleitet sie bis zum Schuljahresende. Das schafft beste Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben." Camp+ sei ein Rettungsring für Schüler, die trotz zahlreicher Bemühungen bisher wenig Erfolg in der Schule hatten. "Wir müssen die Leistungsbereitschaft der schwächeren Schüler steigern und ihnen das Lernen wieder schmackhaft machen, denn in Sachsen zählt jeder Schüler!", betonte der Minister und verwies auch auf die anderen Projekte, die sächsischen Schülern zum Abschluss verhelfen, wie z. B. der Schulversuch "Produktives Lernen".

"Camp+ - Fit für die nächste Klasse" ist ein durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport gefördertes Angebot der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Mit den aufeinander aufbauenden Bausteinen des Camps und der nachfolgenden Begleitung bis zum Schuljahresende werden die Jugendlichen individuell gefördert. In den Camps gewinnen die Schüler vor allem die Motivation zum Lernen zurück und erproben neue Lernstrategien. Zudem wird Stoff der Kernfächer Mathematik, Deutsch und Englisch vermittelt. Nach dem Camp werden die Schüler durch einen Lehrer ihrer Schule sowie einen Sozialpädagogen weiter unterstützt. Die Camps in den Winterferien fanden in Seifhennersdorf, Papstdorf und Schneeberg statt. Im Camp standen 150 Plätze zur Verfügung.

Die Finanzierung des Projektes erfolgte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und sächsischen Landesmitteln. Weitere Projektförderer sind fünf Sparkassen: Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg, Sparkasse Erzgebirge, Sparkasse Mittleres Erzgebirge und die Ostsächsische Sparkasse Dresden. Die Kosten für das Projekt betragen rund 540.000 Euro.

(Quelle: http://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/160977)

Da das Sitzenbleiben auch Geld kostet, ist der Effekt doch durchaus sehr positiv zu bewerten!

 

Ihr

 

 

Gernot Herz

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Lutz, 02.09.2011 19:40:
Nähme man die ganzen Klassen, aus denen Schüler auf das Angebot eingegangen sind und nähme man die 540 000 Euro und schüfe damit Vollzeit-Lehrerstellen, verminderte die Klassenstärken so, dass die neu geschaffenen Stellen von vollbeschäftigten Lehrer ausgefüllt wären, so hätte das, vermute ich, einen günstigen Effekt auf alle an dieser Hypothese teilnehmenden Schüler. Könnte man nicht in einem "Modellversuch" diese meine Vermutung überprüfen??