Sollen religiöse Symbole raus aus den Schulen?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Aygül Özkan (CDU) ist als erste türkischstämmige Ministerin in Deutschland vereidigt worden. Die 38 Jahre alte Juristin übernimmt im Kabinett des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) das Ressort für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration. Die Muslimin schloss ihren Amtseid in Hannover mit den Worten "So wahr mir Gott helfe" - ein Bekenntnis ihrer Gläubigkeit. Doch Aufsehen erregt hatte die designierte Sozialministerin mit einer Aussage, die so gar nicht in ihr (künftiges) Ressort zu passen scheint, denn sie forderte, jegliche religiöse Symbole, also das christliche Kruzifix und das islamische Kopftuch aus den Klassenräumen zu verbannen. Ein Bekenntnis zum laizistischen Staat, der die Bundesrepublik nicht ist. Aber sie steht sicher nicht im Gegensatz zu einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das kurz gesagt entschieden hatte, ein Kreuz sei aus dem Klassenraum zu verbannen, wenn sich ein Kind bzw. dessen Eltern daran stoßen.

Aber warum hat sie diese Aussage überhaupt gemacht und in ihrer eigenen Partei, einer bekennenden christlichen damit mächtig Staub aufgewirbelt? Zeigt das, wie pragmatisch und modern die CDU sein kann, die ja immerhin eine türkischstämmige Migrantin zur Ministerin auswählte und am vergangenen Dienstag mit allen Stimmen der verfügbaren „christlichen“ Parlamentarier zur Ministerin wählte? Faktisch hat sie Recht, denn zumindest kann man nicht über die große Anzahl nichtchristlicher Schülerinnen und Schüler hinwegsehen. Dass die Bundesrepublik eine Demokratie in christlicher Tradition ist, kann auch niemand verneinen. Aber das Grundgesetz kennt die Religionsfreiheit und die Hüter des Grundgesetzes haben in ihrem Urteil diese Freiheit so interpretiert, dass die Freiheit der Religionsausübung nicht unbedingt ins Klassenzimmer gehört. Tatsächlich bedeutet dieses Urteil genauso wie die Äußerung der Ministerin nicht den Untergang des christlichen Abendlandes, aber die Diskussion wird weiter gehen.

Ihr

  

Gernot Herz

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Martin, 04.05.2010 15:15:
Für ev./kath. Religionsunterricht würde diese Forderung der Ministerin indes umgekehrt bedeuten: Für jede Religionsstunde wird ein Kreuz AUFgehängt, da es ja in diesen Stunden um genau diese religiösen Inhalte geht.
Claudia, 05.05.2010 01:03:
....all jene, die von "Toleranz" im Zusammenhang des islamischen Glaubens sprechen, rate ich dringend, sich einmal die gesellschaftlichen "Regeln" im Zusammenleben, in verschiedenen muslimischen Ländern anzusehen! Alle Spielregeln von Terror und körperlichen Gewalt, inkl. Steinigung, Abtrennung von Gliedmassen bei leichtestem Diebstahl (nämlich Obst von einem hungrigen Kind usw.) und überwiegend an Lebensvorstellungen festhaltend, die Jahrhunderte zurückliegen, werden erkennbar sein. Es werden jetzt all jene aufheulen, auf die dies nicht zutrifft – das ist aber die Minderheit. Die Mehrheit, der meist ungebildeten, archaisch denkenden und handelnden muslimischen Migranten, kommen deshalb nach Europa (bzw. gehen nicht in Ihre Länder zurück) weil es sich bei uns sehr gut leben lässt (Stichwort: Sozialhilfen, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur). Sie denken nicht im Traum daran, sich zu integrieren – wozu denn auch. Sie sorgen für genügend Nachwuchs, wir sorgen dafür, dass sie sich weiterhin niederlassen und wohl fühlen können…..und jeder Schüler kann sich ausrechnen, wie lange es dauern wird, bis der „Anatolische Bauer“ uns anheim stellt: „Wenn uns dies oder jenes nicht passt, können wir ja auswandern!“ Tja, und all dies (und noch mehr!) kann man auch in ein Kopftuch hinein interpretieren/oder mit einem Kreuzverbot antworten – und deshalb will ich keine Konfrontation mit äußerlichen Merkmalen/Lebensgewohnheiten des Islams. Es gäbe noch einiges darüber auszusagen (Gleichstellung der Frau etc.) – ich hoffe jedenfalls sehr, dass sich unsere Politiker ENDLICH dieser, zugegeben heiklen Aufgabe annehmen, bevor es wirklich zu spät ist und wir keine Heimat mehr unser eigen nennen können.
Ahmet, 05.05.2010 21:02:
Warum sind dan Die Deutsche Soldaten in Afgahnistan und töten jeden tag Unschuldige Zivilisten "Moslems".Und endschuldigen sich nachhinein das es ein Missverständnis währe. Warum ist Deutschland der beste Waffenverkäufer und unterstützt Krige. Wollen sich etwa die Deutschen in dieser art und weise Verhamlosen und so tun als ob Sie total Tolerrant darstellen.
Claudia, 05.05.2010 22:20:
Ach Ahmet, ist doch Unsinn was Sie schreiben. Weder tötet Deutschland "täglich Zivilisten" noch sind sie der beste Waffenverkäufer. Deutschland operiert (recht widerwillig) im Rahmen der NATO, um sich helfend daran zu beteiligen, dass sich der Taliban-Terror über die gesamte Welt verbreitet. Ein bisschen vorher denken, um die Ursache des Ganzen wenigstens zu erahnen - dann schreiben. Übrigens: Ich bin keine Deutsche!Habe also keinen Grund, deren Handlungen zu verharmlosen!
Claudia, 05.05.2010 23:49:
.es soll natürlich heißen:"...dass sich der Taliban Terror NICHT über die gesamte Welt verbreitet!