Sparen lernen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
eine Welle der Verteuerung von Energie rollt seit mehreren Monaten über das Land und wirklich jeder ist davon betroffen.
Gas:
Im Extremfall zahlt ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden beim Anbieter RheinEnergie künftig 1500 Euro im Jahr für Gas. Das sind 217 Euro mehr als bisher. Der Großkonzern E.on plant sogar eine Erhöhung um bis zu 25 Prozent.
Strom:
E.on hatte Ende letzten Jahres angekündigt, die Strompreise zum 1. Januar bei seinen sieben Regionalversorgern um 7,1 bis 9,9 Prozent anzuheben. Zur Begründung verwies der Energieriese auf höhere Beschaffungskosten und Belastungen durch die Förderung der erneuerbaren Energie.
Benzin:
Der Benzinpreis schnellt weiter in die Höhe: An einzelnen Tankstellen kostete der Liter 1,599 Euro, Diesel ist kaum billiger. Und das Ende der Fahnenstange ist offenbar noch lange nicht erreicht – denn auch der Preis für Rohöl ist auf einen neuen Rekordstand geklettert.
So oder so ähnlich lauteten die Meldungen in den vergangenen Wochen, aber der Verbraucher muss es irgendwie hinnehmen. Sie fragen sich jetzt sicherlich, was diese Thematik in einem Newsletter verloren hat, der sich mit Bildungsthemen beschäftigt. Am besten setzt Bildung bzw. Unterricht an der Wirklichkeit an. Es gibt sicher keine Schülerin und keinen Schüler, der noch nichts von der Verteuerung mindestens eines der oben genannten Energieträger gehört hat, weil z.B. die Eltern über die steigenden Belastungen der Haushaltskasse lamentieren. Ich halte es für wichtig, diese Problematik im Unterricht aufzugreifen und einmal den Ursachen der hohen Kosten auf den Grund zu gehen (Wie setzt sich der Strom-/Gas- oder Benzinpreis eigentlich zusammen?) und mögliche Gegenmaßnahmen zu erarbeiten (Wie kann ich die Kostenerhöhung kurz- bis langfristig abfedern?).
Unsere Schülerinnen und Schüler sind in der Zukunft eigenständige Verbraucher mit eigenen Familien und werden sicher noch kritischere Zustände angesichts des Versiegens der Ölquellen und der ständigen Diskussion um die beste Stromerzeugung miterleben. Also sollte man sie in die Lage versetzen, Einsparmöglichkeiten beim Energieverbrauch nutzen und alternative Modelle der Energiegewinnung bewerten zu können. Diese Themen bieten sich als Unterrichtsinhalte für alle Schulstufen von der Primar- bis zur Oberstufe an und sind theoretisch in alle Fächer integrierbar. Was dadurch zusätzlich vermittelt wird, wenn diese Themen wirklich Gegenstand des Unterrichts in möglichst allen Schulstufen werden, ist das Phänomen der Güterknappheit und der daraus entstehenden Preise, die Problematik der Monopole oder Oligopole und die Knappheit oder Endlichkeit von Gütern als Triebfeder für eine Umstrukturierung der Wirtschaft bzw. des täglichen Lebens.
Tipp:
Testen Sie doch einmal mit Ihrer Klasse , ob die Haushaltskosten der Familien, denen Ihre Schüler angehören mit Hilfe des Strom- oder Gaspreisvergleichs der Portale www.verivox.de oder www.wechseln.de gesenkt oder zumindest gedämft werden könnten.
Schreiben Sie mir an
Ich würde mich freuen.
Ihr
Gernot Herz
Ähnliche
- Naturwissenschaftler aufgepasst!
- Für Lehrkräfte kostenlos: Medienpakete zu den Themen Einstein, Energie und Zukunft
- Musikalische Grundfertigkeiten online trainieren
- Videotutorials und Lehrfilme für den Unterricht erstellen
- Unterrichtsinhalte online präsentieren mit der eigenen Lehrer- oder Klassen-Homepage
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
Kommentieren Sie jetzt diesen Artikel