Studie: Mehr Gehalt motiviert Führungskräfte - und Lehrkräfte?
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nach einer Meldung von bildungspiegel.de haben viele deutsche Unternehmen noch keine Programme, um sich für Mitarbeiter attraktiv zu machen und Leistungsträger nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Hinsichtlich des zunehmenden Fachkräftemangels ist dies ein großer Fehler. Ergreifen die Firmen Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung liegen flexible Arbeitszeiten und Weiterbildungen vorn. Mitarbeiter würden allerdings einen Gehaltsanstieg als stärkste Motivation empfinden. Dies sind Ergebnisse der Studie Workplace Survey 2010, für die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 3.000 Personal- und Finanzmanager in 13 Ländern befragt hat. Die Workplace Survey wird drei Mal jährlich zu Trends auf dem Arbeitsmarkt durchgeführt.
Wie sieht es eigentlich mit der Motivation der Lehrkräfte aus? Feste Stellen haben viele, aber noch zu wenige. Über finanzielle Anreize für mehr Leistung wird zwar immer wieder diskutiert, jedoch zeigt die Realität lediglich ein paar kleine Keimzellen hinsichtlich der finanziellen Motivierung von Lehrkräften. Als die große Lehrkräfteabwerbungswelle vor ca. zwei Jahren lief, konnte man sehen, was Lehrkräfte motivieren kann, den Wohnort zugunsten einer Stelle zu wechseln. Neben dem sicheren Arbeitsplatz geht hier definitiv der finanzielle Anreiz einher. Den gibt es zwar immer noch - zumindest für verbeamtete Lehrkräfte – aber das verpufft dann doch angesichts der jährlich steigenden Arbeitsbelastung ohne Gegenleistung. Deputatsstunden werden leider auch nur zaghaft vergeben, was indirekt ein finanzieller Anreiz wäre. Mehrarbeit wird dagegen eher bescheiden vergütet, wenn es sich um mehr gehaltene Stunden handelt. Außerdem, welche KollegInnen mit vollen Stellen sollen die leisten! Andere Mehrarbeit wird möglicherweise vom Schulleiter Wert geschätzt, aber letztlich doch von einem Staatsdiener erwartet. Besserung ist angesichts maroder Haushalte nicht in Sicht. Ich persönlich fürchte eher, dass auch in Zukunft immer mehr Arbeit für das gleiche Geld auf die Lehrkräfte wartet. Ich weiß, einige werden denken, das sei Gejammer auf hohem Niveau angesichts von Kurzarbeit in vielen Industriebranchen. Aber wann soll man anfangen zu jammern? Wenn es zu spät ist?
Ihr
Gernot Herz
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
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