Teure Schulbücher: Im Südwesten ein leidiges Thema

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Zeiten stetig steigender Lebenshaltungskosten stellen teure Schulbücher für immer mehr Familien eine zusätzliche Belastung dar. Eine Elterninitiative geht nun auf die Barrikaden: Lernmittelfreiheit für alle ist ihr erklärtes Ziel.
Rheinland-Pfalz ist neben dem Saarland das momentan einzige Bundesland, in dem Eltern die Schulbücher ihrer Kinder selber finanzieren müssen. Wenn am Anfang eines jeden Schuljahres die Neuanschaffung zahlreicher Bücher verlangt wird, wird es schnell teuer.

In den Neuauflagen sind häufig nur geringfügige Änderungen enthalten. Zudem wird die Literatur zum Teil gar nicht oder nur sehr wenig genutzt. Es werden zusätzlich auch noch Kosten für Kopien und Arbeitsblätter in der Schule anfallen, CD-Roms und Arbeitshefte müssen angeschafft werden.
Als Arbeitsvermittler der Arge hat Raimond Meiborg täglich mit Menschen zu tun, die auf jeden Cent achten müssen. Die trifft das Schulbuchproblem besonders hart. So kam er auf die Idee einer Elterninitiative. Er kontaktierte andere Betroffene, erstellte eine Webseite zum Thema. Über die Homepage der Initiative kann man Vorschläge, Meinungen und Verbesserungsvorschläge zum Thema einbringen und sich per E-Mail an der geplanten Petition beteiligen, die der Landesregierung Rheinland-Pfalz vorgelegt werden soll. Ziele der Initiative sind - neben der Erstellung der Petition - kurzfristig umsetzbare Verbesserungen auf kommunaler Ebene, die Familien entlasten sowie der Aufbau eines Netzwerkes von Eltern schulpflichtiger Kinder zwecks gegenseitigem Austausch und Hilfestellung. Für 2009 strebt Meiborg eine „Nullrunde“ für Neuauflagen an. Den Schulbuchausschüssen müsse ganz genau auf die Finger geschaut werden. Die Homepage mit ausführlichen Informationen ist im Internet unter www.teureschulbuecher.npage.de erreichbar. Dort kann man sich auch an der Petition beteiligen.

Ihr

 

Gernot Herz

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Christine, 21.12.2008 21:41:
Hier im Kanton Luzern bezahlen die Lernenden weder für Bücher noch für Hefte und Blätter. Seit etwa vier Jahren werden aber nicht mehr unentgeltlich Bleistifte, Farbstifte, Leim und Gummis abgegeben. Diese kleineren Dinge müssen sich die Kinder selber beschaffen.