Trinken während des Unterrichts?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ob mit Käse oder frischen Gurkenscheiben: An das tägliche Pausenbrot für ihre Kids denken Eltern häufig. Doch ausreichendes Trinken ist genauso wichtig, damit Konzentration und Lernen leichter fallen.

„Bereits ein Wasserverlust von zwei Prozent vermindert die geistige Leistungsfähigkeit. Die Konzentration sinkt und die Kinder fühlen sich müde“, weiß die Diplom-Ökotrophologin Dr. Andrea Trappe. „Deshalb ist eine regelmäßige Flüssigkeitsversorgung wichtig – über den Tag verteilt und auch während der Schulstunden.“ Als Getränk für die Schule hält die Ernährungsexpertin Mineralwasser für besonders geeignet. Das Naturprodukt versorgt den Körper auf direktem Weg mit Flüssigkeit, wertvollen Mineralstoffen und ist frei von Kalorien. „Die Mineralstoffe sind im Mineralwasser von Natur aus enthalten und können nachweislich vom Körper sehr gut aufgenommen werden. Damit haben die Kinder auch nach dem langen Schultag noch genügend Energie zum Toben und Spielen“, erläutert Dr. Trappe.



In vielen Schulen ist das Trinken während des Unterrichts immer noch nicht erlaubt. Hier müssen sich Lehrer und Eltern gleichermaßen engagieren, denn eine Trinkerlaubnis im Unterricht sollte im Sinne der Kinder selbstverständlich sein. Unterstützung erhalten Interessierte bei der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM), die im Rahmen ihrer Initiative „Trinken im Unterricht“ umfangreich Material zu diesem Thema anbietet. Weitere Informationen stehen auch auf der Internetseite www.trinken-im-unterricht.de zur Verfügung.

Zum neuen Schuljahr bietet die IDM Schulen einen Jahresplaner an.
Neben Monatsübersichten und Stundenplan erinnert der Kalender im A1-Format mit Trinktipps daran, dass das richtige Trinken während des Schulalltags nicht vergessen wird.

Quelle: www.trinken-im-unterricht.de

 

Ihr

 

 

Gernot Herz

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F, 13.09.2011 08:43:
Grundsätzlich: Genügend Trinken ist selbstverständlich auch während des Schulvormittags wichtig. Was ich bei uns im täglichen Unterricht erlebe (Trinken ist erlaubt), ist ein "Nuckeln" an der Getränkeflasche (oft gesüßte Getränke) im Abstand von wenigen Minuten, jeweils ein kleiner Schluck. Dies hat mit Durst oder Flüssigkeitsunterversorgung nichts zu tun. Die im Artikel genannten 2% Unterversorgung mit Flüssigkeit entsprechen bei einem/r Schüler/in von 40kg Körpergewicht etwa 0,5l. Meineserachtens kann die notwendige Flüssigkeitszufuhr durch Trinken in den Pausen zwischen den Stunden und den "großen" Pausen ohne Probleme gesichert werden. Auffällig ist, dass alle Studien zum ach so notwendigen Trinken durch die Mineralwasser-Industrie finanziert wurden - auch die im Text erwähnte "Informationsseite" gehört dazu - sie dient selbstverständlich den Interessen ihrer Betreiber! Unabhängige Studien kommen zu differenzierteren Ergebnissen - bis dahin, dass zu viel Trinken ebenfalls gesundheitlich problematisch sein kann, weil zu viele Mineralstoffe ausgeschwemmt werden. Fazit: Trinken in der Schule - selbstverständlich! - Aber während des Untterrichts muss es nicht sein.
Marion, 13.09.2011 18:42:
Ich wundere mich darüber, dass wir, die wir früher während des Unterrichts keine Trinkerlaubnis hatten, noch leben. Es fällt mir immer wieder auf, dass alle Verhaltensweisen, die zum guten Ton und zur Ordnung gehören, mittlerweile als nicht mehr akzeptabel gelten. Kleinkinder laufen ständig mit dem Fläschchen durch die Gegend. Dabei geht es nicht um ein echtes Trinkbedürfnis, sondern nur darum, etwas im Mund zu haben. Und nun soll dies auch während des Unterrichts erlaubt sein? Wozu gibt es die Pausen? Ich denke, dass 5 Minuten ausreichend sind, um ein eventuelles Flüssigkeitsdefizit auszugleichen. Ich stelle mir gerade vor, wie ein Kommunionskind in der Kirche vor dem Pfarrer die Flasche ansetzt. Schließlich muss man ja akzeptieren, dass die Aufregung eventuell Durst auslöst. Wie kommt es, dass Kinder nachts bis zu 10 Stunden schlafen können, ohne zu trinken? Wenn diese Tendenz, jede bisher praktizierte Verhaltensregel außer Kraft zu setzen, so weitergeht, werden unsere Kinder irgendwann während des Unterrichts essen, trinken, schlafen und auf die Toilette gehen, wann immer sie das Bedürfnis danach haben, weil irgendwelche Untersuchungen belegen, dass das gesünder ist. Dann empfehle ich, die Lehrkräfte durch Computer zu ersetzen und jedes Kind für sich alleine lernen zu lassen, denn ein gemeinsamer Unterricht ist dann nicht mehr möglich.
Markus, 13.09.2011 20:58:
Lieber Herr Herz Wir sind zwar keine Kamele, welche (glaub’ ich) ohne Wasser tagelang überleben können. Aber immerhin hat uns die Natur so ausgestattet, dass wir es beispielsweise eine Stunde lang ohne zu trinken aushalten können. Was in Ihrem Beitrag propagiert wird, führt weiter auf dem Weg zur Beliebig-keit. Weitere Beispiele auf dieser Reise ins pädagogische Nirwana: Ein Kind muss während des Unterrichts auch essen können, weil sonst sein Glucose-Spiegel sinkt. Es muss im Klassenzimmer herumgehen können, weil andernfalls sein natürlicher Drang nach Bewegung unterdrückt wird. Es muss auch während der Stunde Pipi machen können, weil sonst sein Ausschei-dungssystem Schaden erleiden könnte. Es ist dringend erforderlich, dass es sich jederzeit über sein schon im zartesten Alter notwen-diges Handy mit Mutti in Verbindung setzen kann, weil sonst das doch so wichtige Mutter-Kind-Verhältnis gestört werden könnte. Es müssen überhaupt seine sämtlichen nur denkbaren, momentanen Bedürfnisse jetzt und hier befriedigt werden. Entschuldigung Herr Herz: Ich wäre, wenn mich nicht mein inzwischen doch etwas fortgeschrittenes Alter einige Zurückhaltung gelehrt hätte, geneigt, an die Adresse der Autorin und derer, die daraus Schlüsse für den Ablauf des Unterrichts ziehen, mit Joschka Fischer zu sagen: „Mit Verlaub Frau Diplom-Ökotrophologin, Sie sind ein …….“ Aber diese Äusserung würde man mir bestimmt über nehmen. Ich schliesslich nicht Joschka Fischer. Ich stell’ es mir sehr lustig vor, wenn in einer Klasse von 20 Schülerinnen und Schülern der Eine isst, die Andere Trinkt, der Dritte gerade auf dem Gang zum Klo ist und der Vierte mit Muttern telefoniert, während der Fünfte gerade ein Comic-Heft besichtigt, was man ja zwecks Befriedigung eines aktuellen Bedürfnisses bestimmt auch darf. Ich hoffe, dass sich die Pädagogik nicht in die glossierte Richtung verändert. Freundliche Grüsse Markus Müller
Margarete, 13.09.2011 22:24:
So ein grenzenloser Quatsch! 50 Minuten ohne Trinken bringt keinen Menschen um seine Leistungsfähigkeit. Dafür die Mineralwasserindustrie um ihren Gewinn? Auch dann wird die Wasserindustrie um ihren Gewinn gebracht, wenn empfohlen wird Leitungswasser ohne Kohlensäure zu trinken, das in der Regel sogar besserer Qualität ist als viele Mineralwässer. Das anhaltende "Gesuckel" aus mit krankmachenden Weichmachern versehenen Plastikflaschen ist ein Relikt aus Babyzeiten, das nicht erstrebenswert sein sollte, beibehalten zu werden. Es ist gut selbstständig zu denken, Studien zu hinterfragen und ausreichend zu trinken, damit man den Verstand nicht verliert;-)