Wahlkampfgetöse in Rheinland-Pfalz
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am Leitfaden des rheinland-pfälzischen Bildungsministerium zum Thema Muslimische Kinder und Jugendliche in der Schule hat sich eine Diskussion entzündet, die nicht nur den Wahlkampf der oppositionellen CDU befeuerte, sondern auch den Philologenverband bemüßigte, sich zu diesem Faltblatt zu äußern, das …Schulen als kurze praktische Handlungsempfehlung für den Schulalltag dienen (soll), die auch übertragbar ist auf Konstellationen, die sich aus anderen religiösen Bekenntnissen ergeben. Die Anregungen zu den verschiedenen Handlungsfeldern sind keine Patentrezepte, sondern verstehen sich als Grundlage und Leitfaden für das Erarbeiten von Lösungen, die Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern jeweils gemeinsam für ihre Schule finden müssen.
Interessant ist dabei, dass gerade auch die Empfehlungen für einen Schwimm- und Sexualkundeunterricht in möglichst „geschlechtshomogenen“ Gruppen kritisiert wird. Bei uns am Mittagstisch besprochen, äußerte meine 12-jährige Tochter sofort, dass sie auch dafür sei, den Schwimmunterricht ohne „die Jungs“ zu unterrichten und am besten von einer Lehrerin! Wir sind übrigens keine Moslems! Auch hinsichtlich des Sexualkundeunterrichts waren wir uns schnell einig, ihn in getrennten Gruppen zu erteilen, weil man dann wohl eher zu einer kritischen und regen Beteiligung mit vermindertem Schampotential bei Pubertierenden käme. Eine Nachfrage bei betroffenen Schülerinnen und Schülern in den weiterführenden Schulen hätte mit Sicherheit eine überwältigende Befürwortung dieser empfohlenen Praxis erbracht.
Ihr
Gernot Herz<//font>
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