Was tun an Karneval?
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Karneval, Fastnacht bzw. Fasching steht ins Haus. Glücklicherweise gibt es bei der Verteilung der vier beweglichen Ferientage innerhalb der mir bekannten Kollegien im Rheinland niemals eine Diskussion darüber, dass zwei dieser Tage den Rosenmontag und den Karnevalsdienstag dann zu Ferientagen machen. Am Aschermittwoch ist dann natürlich alles wieder vorbei. Selbst Karnevalsmuffel – auch die gibt es und sie sind nicht immer evangelisch – freuen sich über dieses verlängerte Wochenende. Ein wenig Unsicherheit kommt aber immer dann auf, wenn die Frage gestellt wird, was denn am Schwerdonnerstag bzw. an Weiberfastnacht geschehen soll, denn bekanntlich geht es um 11.11 Uhr unweigerlich los. Sicher haben Sie schon die Erfahrung gemacht, dass vor allem ältere Schülerinnen und Schüler an diesen Tagen mit etwas alkoholisiertem Atem in der Schule erscheinen und gar nicht so leicht zum Arbeiten zu bewegen sind. Auch der folgende Freitag ist dann für die genannten eher ein Ausnüchterungstag, an dem sie nicht oder nur angeschlagen erscheinen. Auch viele Kolleginnen und Kollegen, die ab Schwerdonnerstag „Gas“ geben, leiden dann.
Wie kann man also diese zwei Tage so gestalten, dass keiner, Jeck oder Muffel, „leiden“ muss? Man nimmt einfach die zwei anderen beweglichen Ferientage und hat so schöne Karnevalsferien! Leider muss man dann die geliebten Brückentage vor Fronleichnam oder Christi Himmelfahrt opfern. Also lieber nicht! Wir arbeiten vor, d.h. in Rheinland – Pfalz, dass ein kompletter Schultag an einem Samstag stattfinden müsste, um wenigstens den Freitag nach Schwerdonnerstag frei zu machen. Alle Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Kollegium müssten dann sechs Stunden an einem Samstag in der Schule verbringen, sei es im Rahmen eines Schulfestes, „Tag(es) der offenen Tür“ oder im normalen Unterricht. Das ist bitter und den Muffeln sicher kaum zu vermitteln.
Man könnte eventuell auch vor den Herbst- und den Weihnachtsferien und am Tag der Halbjahreszeugnisse den Unterricht erst nach der sechsten Stunde enden lassen und hätte relativ schmerzlos einen Tag herausgearbeitet. Aber das verbietet die Schulordnung! Am praktikabelsten ist wohl die Variante, wonach man den Donnerstag einfach nach Plan „durchzieht“ und den Freitag in die Hand der Klassenlehrer zum Zweck eines „Wandertages“ gibt. Gewandert wird natürlich schon lange nicht mehr, zumal das Wetter zu schlecht ist und eine Fahrt ins Eisstadion, ins Kino oder ins Schwimmbad sicher mehr Spaß machen, denn schließlich ist ja Karneval!
Ich merke schon, dass viele Leserinnen und Leser aus der Karnevalsdiaspora den Kopf schütteln bzw. die Stirn runzeln ob der Probleme des Rheinländers. Aber wir arbeiten dafür am Reformationstag! Olau, Helau oder Alaaf!!!
Haben Sie einen anderen Vorschlag?
Schreiben Sie mir an
Ich würde mich freuen.
Ihr
Gernot Herz
Ähnliche
- Musikalische Grundfertigkeiten online trainieren
- Videotutorials und Lehrfilme für den Unterricht erstellen
- Unterrichtsinhalte online präsentieren mit der eigenen Lehrer- oder Klassen-Homepage
- Schummeleien aufgedeckt: Hausaufgaben-Portale im Überblick
- Mit E-Portfolios Lernprozesse dokumentieren, reflektieren und präsentieren
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
Kommentieren Sie jetzt diesen Artikel