Was tun bei Computerspielsucht?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) startet im November eine Informations-Initiative zum Thema Computerspielsucht. Sie beinhaltet neben einer umfangreichen Broschüre ein neues Seminarangebot, das sich an alle richtet, die einer Computerspielsucht vorbeugen oder einer bestehenden Sucht begegnen wollen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt vom Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), Prof. Dr. Christian Pfeiffer.

Viele Kinder und Jugendliche spielen leidenschaftlich gern Computerspiele. Computerspiele sind heute nicht mehr aus der Kindheit wegzudenken.  Sie sind kein Teufelszeug. Sie können durchaus unterhaltsam, spannend und lernfördernd sein. Dennoch ist Vorsicht angebracht: Manche Spiele verherrlichen und verharmlosen Töten und Gewalt. Vor allem aber können Computerspiele süchtig machen und zur Flucht junger Menschen aus der Realität in eine Fantasiewelt führen. Sachliche Information ist deshalb notwendig.

Vor allem Jungen sind gefährdet. Sie verbringen immer mehr Stunden vor dem PC anstatt in der realen Welt. Das Kriminologische Institut Niedersachsen hat in einer groß angelegten Untersuchung herausgefunden, dass Jugendliche im Durchschnitt 140 Minuten am Tag Computerspiele spielen.

Bei männlichen Jugendlichen stehen Computerspiele auf dem zweiten Platz der beliebtesten Freizeitaktivitäten – nur vom Fernsehen übertroffen. In der Untersuchung von 44 610 Jugendlichen stellte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen fest, dass 23,2 Prozent der Jungen täglich zwischen 2,5 Stunden und 4,5 Stunden spielen und weitere 15,8 Prozent über 4,5 Stunden.

Um der Problematik entgegen zu treten, hat der BLLV (Bayerische Lehrerverband) unter www.bllv.de/cms/index.php?id=4864 eine Broschüre zum Download oder alternativ eine Bestellmöglichkeit im Angebot, um pädagogische Handreichungen zum Umgang mit Computerspielsucht zu liefern.

Ihr

  

Gernot Herz

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