Was tun gegen den Alkohol- und Drogenmissbrauch von Jugendlichen?
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
flächendeckender Schulunterricht für gesundes Leben soll nach dem Willen der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) den Alkoholmissbrauch vieler Jugendlicher eindämmen. Bätzing schlug ein Schulfach für mehr Lebenskompetenz, Stressbewältigung, Alkoholvorbeugung und gesunde Ernährung vor. Solche Programme gibt es bereits für Kindergärten, aber das Ziel sei, dass alle Kinder in den Genuss der Präventionsarbeit kommen. Diese Forderung wird vom deutschen Städte- und Gemeindebund in Person ihres Geschäftsführers Gerd Landsberg unterstützt.
Als erstes müssten laut Landsberg die Lehrer dafür besser ausgebildet werden, denn er bezweifelt, dass Gymnasiallehrer jemals in ihrer Ausbildung gelernt haben, wie man mit Drogenkonsum oder Alkoholkonsum umgehe. Allerdings sei die Frage erlaubt, ob Grund-, Hauptschul- oder Realschullehrer das wissen bzw. wissen sollten.
Der Aufruf der Drogenbeauftragten ist mit Sicherheit berechtigt, denn überall ist zu beobachten, dass der Alkoholkonsum bei vielen Jugendlichen zum Standartprogramm gehört. Will man allerdings die Schulen bei der Präventionsarbeit mit im Boot haben, darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben, sondern es müssen konkrete Programme aufgelegt werden, die als Pflichtveranstaltungen Teil des Schullebens werden. Ob dafür alle Lehrerinnen und Lehrer weitergebildet werden müssen, sei einmal in Frage gestellt, denn gerade in der Präventionsarbeit bieten sich außerschulische Experten und Lernorte an.
Ihr
Gernot Herz
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