Was tun gegen den Alkohol- und Drogenmissbrauch von Jugendlichen?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

flächendeckender Schulunterricht für gesundes Leben soll nach dem Willen der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) den Alkoholmissbrauch vieler Jugendlicher eindämmen. Bätzing schlug ein Schulfach für mehr Lebenskompetenz, Stressbewältigung, Alkoholvorbeugung und gesunde Ernährung vor. Solche Programme gibt es bereits für Kindergärten, aber das Ziel sei, dass alle Kinder in den Genuss der Präventionsarbeit kommen. Diese Forderung wird vom deutschen Städte- und Gemeindebund in Person ihres Geschäftsführers Gerd Landsberg unterstützt.

Als erstes müssten laut Landsberg die Lehrer dafür besser ausgebildet werden, denn er bezweifelt, dass Gymnasiallehrer jemals in ihrer Ausbildung gelernt haben, wie man mit Drogenkonsum oder Alkoholkonsum umgehe. Allerdings sei die Frage erlaubt, ob Grund-, Hauptschul- oder Realschullehrer das wissen bzw. wissen sollten.

Der Aufruf der Drogenbeauftragten ist mit Sicherheit berechtigt, denn überall ist zu beobachten, dass der Alkoholkonsum bei vielen Jugendlichen zum Standartprogramm gehört. Will man allerdings die Schulen bei der Präventionsarbeit mit im Boot haben, darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben, sondern es müssen konkrete Programme aufgelegt werden, die als Pflichtveranstaltungen Teil des Schullebens werden. Ob dafür alle Lehrerinnen und Lehrer weitergebildet werden müssen, sei einmal in Frage gestellt, denn gerade in der Präventionsarbeit bieten sich außerschulische Experten und Lernorte an.

 

Ihr

 

Gernot Herz

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Andrea, 28.07.2009 14:46:
Ich habe zwar den Artikel noch nicht ganz geleseen, aber ich kann nur zu diesem Thema sagen, dass es unverantwortlich und ohne Worte ist, dass Kindern und Jugendlichen auf Festen wie z. B. Volksfesten Alkohol ausgegeben wird wobei man genau sieht, dass sie nicht älter als 13/14 jahre sind. Vor allem geht die Security und Polizei vorbei und sagt kein Wort. Frei nach dem Motto "Hauptsache Geld verdienen". Und somit sind die ganzen Kampagnen gegen Alkohol für Kinder wohl zu nichts nütze, wenn schon unsere Polizei und Security auf Festen die Augen zu machen!!!!
Lutz, 30.07.2009 00:01:
jedem auszerschulischen Experten hat ein Lehrer voraus, dass er/sie die miesen Wirkungen von Drogen (Alkohol rechne ich dazu) bei den Schülern zu erleben und ihre/seine Versuche einer Einflussnahme daran anknüpfen zu können. Lehrer zur Anti-Dope-"Schulung" zu verdonnern ist bestimmt der falsche Weg, Hilfe zur Analyse von Selbserlebtem anzubieten, dann Tipps zu geben und noch für Rücksprachen (Mdell Manoeuvrekritik) erreichbar zu sein, wäre, meine ich, von auszen hilfreicher. Mit den besten Grüßen Lutz Schuberth .