Wenn Deutschpflicht, dann richtig!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wie die Medien vergangene Woche berichteten, will FDP-Generalsekretär Christian Lindner eine Deutschpflicht auf Schulhöfen. Wenn die Sprache nicht nur im Unterricht, sondern auch auf dem Pausenhof gesprochen werde, fördere dies die Integration, wird der Minister aus seinem Interview – mit der Bild-Zeitung – zitiert. Tolle Idee, gab es glaube ich schon vor einigen Monaten. Wie soll es in der Realität aussehen?
Alle Schüler unterschreiben eine Selbstverpflichtung und sprechen ab diesem Zeitpunkt – in ihrer Pause – auf den Schulhöfen Deutsch. Die Integration ist sofort besser, weil man schließlich die gleiche Sprache spricht und das Mobbing gegen Schüler der deutschen Minderheit wird auch unterbunden. Schüler weisen sich bei Fehlverhalten gegenseitig darauf hin und entschuldigen sich, wenn sie aus Versehen nicht Deutsch gesprochen haben. Wegen des großen Erfolges wird die Deutschpflicht auf alle öffentlichen Einrichtungen, Bahnhöfe, Innenstädte und Flughäfen ausgedehnt. Da eine Selbstverpflichtung nicht praktikabel ist, wird ein bundesweites Gesetz daraus. Lediglich mit grünen Ansteckkarten versehene Personen dürfen dagegen verstoßen, die Touristen. Arbeitsplätze werden en Masse geschaffen, da die Einhaltung kontrolliert und sanktioniert werden muss, was wiederum dem Staatshaushalt gut tun wird.
Blödsinn? Sagen Sie das Herrn Lindner, der wohl hofft, dass die Zustimmungsrufe der Bild-Zeitungsleser die FDP stärken werden.
Ihr
Gernot Herz
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