Wohin steuert das Bildungssystem?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Lassen Sie sich zum Geprüften Nachhilfelehrer qualifizieren! Finden Sie mit TutorWatch den richtigen Lehrer für Ihr Kind! Dieser Aufruf des neuen Nachhilfeportals www.tutorwatch.de zeigt, wie groß der Nachhilfemarkt mittlerweile geworden ist und vor allem, welche Entwicklungsmöglichkeiten noch vorhanden sind. Fakt ist, dass dieser Markt von der staatlich organisierten Bildung nicht mehr zu begrenzen ist. Es ist auch ein Beispiel dafür, dass der Bildungsbereich in kleinen Schritten in den privatwirtschaftlich organisierten Bereich verschoben wird, denn die Zahl der Privatschulen und –schüler steigt von Jahr zu Jahr. Toll, das bedeutet auf lange Sicht nach marktwirtschaftlichen Kriterien geführte Schulen mit bestens ausgestatteten Gebäuden, Rundumbetreuung und gutes Lehrpersonal.  Und es ist gut vorstellbar, dass diese Privatschulen auch noch für Lehrkräfte attraktiver werden, die dann bereitwillig sogar auf den Beamtenstatus verzichten. Dann wird es noch enger für die staatlichen Schulen werden und es läuft auf staatliche „Restschulen“ für Bildungsverlierer hinaus – in schlimmsten Fall!

Sicher, die Bildungsministerien sind sich darin einig und zeigen auch, dass etwas getan werden muss, um den Status der Ausbildung und das Niveau des Unterrichts zu verbessern. Leider fehlt es an einem, wenn man einmal über die Nachrichten blickt, die man aus den einzelnen Bundesländern zum Thema Bildung liest: Der Kontinuität. Die Gefahr ist groß, dass eine neue Landesregierung, egal welcher politischen Couleur, egal in welchem Bundesland, wieder einen anderen Weg in der Bildung gehen will, neue Schulformen aus dem Boden stampft und das eigentlich Entscheidende vergisst: eine langfristige Planung, gerade was Konzepte und Personalversorgung angeht.

Ihr

 

Gernot Herz

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Ulrich, 26.02.2010 11:28:
Zum geprüften Nachhilfelehrer qualifizieren? Normalerweise dürften solche Nachhilfeeinrichtungen (und Privatschulen) garnicht existieren, wenn die Pädagogen gute Vermittlungsarbeit leisten würden! Die wissenschaftliche Pädagogik/Didaktik, nach der alle Lehrer ausgebildet sind, bringt aber diese Leistung nicht, dass der größte Teil der Schüler den Lehrstoff gleich in der Schule begreifen könnte! Dazu bedürfte es einer logisch aufbauenden und sachzusammenhängenden komplexen Vermittlung, was aber wiederum den Grundsätzen dieser "Wissenschaft" widersprechen würde. Und in den Nachhilfeinstituten unterrichten auch keine anderen Lehrer, so dass Schüler oftmals 2-3 Jahre dahin gehen müssen. Meine Schüler mit der oben beschriebenen Philosophie brauchen dazu nur 2-3 Monate!
georg, 26.02.2010 21:32:
wenn Grundschüler bereits gezielt zur erhofften Empfehlung eines Übergangs zum Gymnasium bereits Nachhilfe bekommen, so ist an der Einstellung der Eltern schon etwas falsch. Auch sind viele Eltern damit überfordert ihren Kindern eine positive Haltung und Arbeits- zu Schule und hausaufgaben beizubringen und geben diese Verantwortung gerne an andere - sprich Lehrer Nachhilfeorganisationen ab. Es wäre aber zu einfach, die Bildungsmisere an diesem Thema festzumachen. Das immer geringer werdende Ansehen von Bildung und Bildungseinrichtungen in unserer Gesellschaft wird oft vernachlässigt. Der häusliche Fleiß lässt oft sehr zu wünschen übrig. Auch wird es immer schwieriger unausgeschlafene, computer- und/ oder fernsehsüchtige Kinder zu unterrichten. Man könnte noch sehr viele verschiedene Gründe (Komasaufen am Wochenende) aufführen. Trotz allem gibt es Pädagogen, die ihre Schüler erfolgreich auf ihrem schulischen Lebensweg zu begleiten, dazu zähle ich mich auch.