Wünschenswerte Grundsätze innerhalb eines Kollegiums
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
kennen Sie solche Aussagen wie „Das kann er doch nicht machen!“, „Die Kollegin ist im Umgang mit Schülern...“ oder „Wie der seine Noten macht, ...“ Haben Sie diese schon einmal von Eltern gehört? Von Schülern? Sicher! Aber was ist, wenn Kolleginnen oder Kollegen solche Äußerungen gegenüber Eltern tätigen? Sollte man nicht erwarten, dass innerhalb eines Kollegiums der unausgesprochene Grundsatz gilt, dass nicht übereinander, sondern miteinander geredet wird. Ein wichtiger Grundsatz ist dabei die Loyalität!
Wie soll man sich aber verhalten, wenn Elterngespräche in Kollegenschelte münden? Soll man den Eltern dann zunächst einmal zuhören und dann am Ende der Ausführungen zusichern, dass man sich mit der angesprochenen Kollegin oder dem jeweiligen Kollegen unterhält? Eine Variante wäre auch, die Eltern sofort darauf hinzuweisen, das Problem doch mit der betroffenen Person zu besprechen.
Die gleichen Wege, wie das Kollegium sollten dann auch von der Schulleitung gegangen werden. Wichtig ist in einem Kollegium, dass an „einem Strang gezogen wird“. Die vielfältigen und wachsenden Aufgaben für die Kolleginnen und Kollegen erfordern das geradezu! Das heißt aber auch, dass Kritik innerhalb des Kollegiums durchaus auch ein wichtiger Grundsatz nach der Loyalität ist. Die Frage ist nur, welches Forum ein kritischer Austausch erhalten muss. Ein Kollegium, das im Zusammenhang mit Elternkontakten beide Grundsätze durchweg befolgt, ist sicher auch beim Thema Arbeitszufriedenheit positiv zu bewerten.
Ihr
Gernot Herz
ist ein kostenloser Service vom Fachverlag für Computerwissen.
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