Zentralismus oder Föderalismus - ein ehemaliger Ministerpräsident bezieht Stellung
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
neulich wurde ich wieder einmal von einem befreundeten Nicht-Lehrer gefragt, welche Vorteile denn der Föderalismus für das Schulsystem habe. „Welche Vorteile hätte denn aus deiner Sicht ein Zentralismus?“, war meine Gegenfrage. Ziemlich klar hat ein prominenter CDU-Mann, Erwin Teufel, jüngst in seiner Schelte gegen seine eigene Partei Stellung zu diesem Thema bezogen.
„Ich lese, jetzt wird sich der Bundesparteitag mit der Hauptschule und der Auflösung der Hauptschule beschäftigen. Wissen Sie, ich frage mich auch, wofür wir in der Verfassung stehen haben, dass die Länder für die Schulen zuständig sind, warum wir vor fünf Jahren eine Föderalismusreform gemacht haben und in dieser Föderalismusreform alle Zuständigkeiten, die der Bund im Lauf von 40 Jahren an sich gezogen hatte in der Bildungspolitik, wieder zurückgegeben haben an die Länder. Und jetzt beschließt ein Bundesgremium der Partei, wie unsere Bildungspolitik in den Ländern aussehen soll.“ So wird Teufel in der FAZ zitiert. Und er erhält Zustimmung, auch von mir. wer glaubt, ein Zentralismus in der Bildungspolitik sei das Allheilmittel, der zeigt sich sehr blauäugig. Mir wird angst und bang, wenn ich an eine zentrale Superschulbürokratie denke!
Ihr
Gernot Herz
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