Material des WWF: Artenschutz am Mittagstisch

Material des WWF: Artenschutz am Mittagstisch

Wer ist nicht gerne Fisch? Was aber passiert, bis der Fisch auf unserem Tisch landet, bzw. unter welchen Bedingungen er gefangen wird, versucht der WWF mit Hilfe des „Beifangrechners“ zu simulieren. Fast 90 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere holt die globale Fischindustrie Jahr für Jahr aus den Ozeanen  –  viel zu viel, denn 80 Prozent aller Fischbestände sind bereits gefährdet.

 

Doch damit nicht genug: Dank unsinniger Fischereigesetze und altmodischer Fangtechniken verschwendet die Fischindustrie zusätzlich viele Millionen Tonnen Meereslebewesen pro Jahr. Sie landen unbeabsichtigt in den Netzen als so genannter „Beifang“. Bei manchen Fischarten fällt kaum Beifang an, bei anderen wiederum werden pro Kilogramm Fisch bis zu 20 Kilogramm Meerestiere mitgefangen. Unterm Strich heißt das: Beifang ist eine gigantische Verschwendung, die ganze Arten an den Rand des Aussterbens bringt, die Basis der Fischerei bedroht und den empfindlichen Lebensraum Meer zerstört – ganz abgesehen von der Frage, ob wir es ethisch vertreten können, dass Lebewesen wie Müll behandelt werden.

Mit dem WWF-Beifangrechner können Sie sich selbst ein Bild davon machen, wie viele Meerestiere für unsere Speisefische zusätzlich sterben müssen. Außerdem können Sie Arten finden, deren Fang wenig Beifang produziert. Wählen Sie eine Fischart aus und Sie erhalten Informationen über die Fanggebiete bzw. über den sogenannten Beifang, der als Abfall anfällt. Natürlich werden auch Lösungen angeboten, die über einen Link des Beifangrechners abgerufen werden können.

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